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Malbuch als Geschenk für ein fremdes Kind

Ein Malbuch als Geschenk verpackt liegt auf dem Tisch

Ein Kindergeburtstag, die Tochter von Kollegen, das Patenkind der Schwägerin: Oft soll ein Geschenk her, ohne dass man das Kind wirklich kennt. Ein Malbuch ist dafür eine gute Wahl – es kostet wenig, macht keinen Lärm und nimmt im Kinderzimmer kaum Platz weg. Vorausgesetzt, es passt.

Welches Alter nimmt man, wenn man das Kind kaum kennt?

Im Zweifel das jüngere Ende der Spanne. Ein Buch, das etwas zu leicht ist, wird trotzdem ausgemalt. Eines, das zu schwierig ist, landet nach der ersten Seite im Regal.

Wer nur ungefähr weiß, dass das Kind „so vier oder fünf“ ist, greift also besser zu einem Buch für Vier- als für Sechsjährige. Bei Altersangaben wie „3–8 Jahre“ lohnt ein Blick in die Leseprobe: Solche Spannen sind Vermarktung, nicht Einschätzung.

Wie trifft man das Thema, ohne das Kind zu kennen?

Am sichersten über die Eltern. Eine kurze Nachricht – „Malt sie gern? Was mag sie gerade?“ – nimmt das ganze Risiko heraus und wirkt aufmerksam, nicht einfallslos.

Geht das nicht, sind breite Themen die bessere Wahl als schmale. Tiere, Fahrzeuge und Jahreszeiten funktionieren fast immer. Sehr spezielle Motive wie Dinosaurier, Pferde oder Weltraum sind großartig, wenn sie treffen, und Ausschuss, wenn nicht.

Braucht man für Jungen und Mädchen unterschiedliche Bücher?

Nein. Kinder wählen nach Interesse, nicht nach Geschlecht – die Einteilung im Handel ist eine Vermarktungsentscheidung. Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt ein thematisch neutrales Buch statt eines, das durch Rosa oder Blau vorsortiert ist.

Das gilt besonders beim Verschenken: Ein Fahrzeugbuch für ein Mädchen ist kein Fehlgriff, wenn das Mädchen Bagger mag.

Was kostet ein Malbuch als Geschenk?

Zwischen fünf und zehn Euro liegt das übliche Feld, und das reicht auch. Ein teureres Buch ist selten ein besseres – oft zahlt man für Umfang, den kein Kind ausschöpft.

Für einen Kindergeburtstag ist ein Malbuch allein manchmal etwas knapp. Dann lieber zwei kleine Dinge kombinieren als ein großes Buch kaufen.

Sollte man Stifte dazulegen?

Meistens ja, und es macht aus dem Buch erst ein rundes Geschenk. Wichtig ist, dass die Stifte zum Alter passen: Wachsmalstifte für die Kleinsten, dicke Buntstifte ab drei, normale Buntstifte ab etwa fünf.

Filzstifte sind beliebt, aber riskant – sie schlagen bei dünnem Papier durch und färben auf Tischen ab. Wenn du die Eltern nicht gut kennst, sind Buntstifte die freundlichere Wahl.

Sind Bücher mit bekannten Figuren eine gute Idee?

Nur, wenn man sicher weiß, dass das Kind die Serie mag. Lizenzbücher haben zwei Nachteile: Sie treffen entweder voll oder gar nicht, und viele Kinder besitzen bereits eines davon, weil sie überall angeboten werden.

Ein gut gemachtes Buch ohne Lizenz ist beim Verschenken die sicherere Wahl – und es sieht selten so aus wie das, was schon im Regal steht.

Wie verpackt man ein Malbuch, damit es nicht nach Beilage aussieht?

Flach und mit Bezug zum Inhalt. Ein Malbuch in Packpapier gewickelt, mit einem Buntstift unter der Schleife, wirkt durchdachter als dieselbe Sache in einer Plastiktüte.

Wer mag, malt eine Seite nicht aus, sondern schreibt einen Gruß auf die Innenseite des Umschlags. Das kostet nichts und macht aus einem Standardgeschenk ein persönliches.

Was tun, wenn das Kind das Buch schon hat?

Vorher einen Kassenbon oder Geschenkbeleg beilegen. Bei Büchern ist ein Umtausch fast immer möglich, solange nichts ausgemalt ist – und Eltern sind dankbar dafür, ohne es je zu sagen.

Beim Onlinekauf gilt: Bewahre die Bestellbestätigung auf und leg sie nicht mit ins Päckchen, sondern schick sie den Eltern bei Bedarf hinterher.

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